❌

Normale Ansicht

  • ✇
  • Die besten 3: Fantasyfilme
    Das ist die Empfehlung dreier Fantasyfilme, die du als Rollenspieler*in mögen könntest und auf Netflix findest. Dies ist nun die Fortsetzung der Reihe «Die besten 3», die ich vor… lass mich nachsehen… eineinhalb Jahren (!?!) begonnen habe? Ich kann es kaum glauben, weil es eine Reihe werden wollte und ich erst einen Artikel dazu gemacht habe. Hier. Das hier wird wieder kontrovers. Denn natürlich sind das nicht die besten drei Fantasyfilme aller Zeiten, wer soll das schon beurteilen? Es sin

Die besten 3: Fantasyfilme

Von: Murphy
10. Juli 2026 um 18:02

Das ist die Empfehlung dreier Fantasyfilme, die du als Rollenspieler*in mögen könntest und auf Netflix findest.


Dies ist nun die Fortsetzung der Reihe «Die besten 3», die ich vor… lass mich nachsehen… eineinhalb Jahren (!?!) begonnen habe? Ich kann es kaum glauben, weil es eine Reihe werden wollte und ich erst einen Artikel dazu gemacht habe. Hier.

Das hier wird wieder kontrovers. Denn natürlich sind das nicht die besten drei Fantasyfilme aller Zeiten, wer soll das schon beurteilen? Es sind drei Filme, die auf Netflix geschaut werden können und die mich alle positiv überrascht oder zumindest sehr gut unterhalten haben. Eigentlich müssten hier «Herr der Ringe» Teil eins, zwei und drei stehen, aber die kennen wir alle schon auswendig, haben wir schon ins Herz geschlossen. Darum hier mehr Futter.

Warcraft

Ich schicke voraus: Ich habe nie WoW gespielt. Zum Glück, möchte ich sagen. Sonst hätte ich bestimmt keine anderen Hobbys, keine Freunde und kein Leben. Leute, die WoW spielten, sind nicht alle Fans dieses Films, der als Anfang einer Reihe gedacht war. Es würde dem, was sie unter World of Warcraft verstanden, nicht entsprechen. Da ich kein Verständnis von World of Warcraft hatte und seit Vikings ein Fan von Hauptdarsteller Travis Fimmel bin, finde ich den Film richtig gut gelungen. Eine einfache Story, etwas Magie, ein paar Gräuel, verschiedene Bösewichte, Helden, Greifen und besonders wichtig, jede Menge Orks. Den Film habe ich bestimmt schon fünf Mal gesehen.

King Arthur: Legend of the Sword

Oh ja, ein bisschen Pendragon, Excalibur, Getöse und Gekämpfe. Zwischendurch gibt es ein paar Anflüge von psychischer Gewalt. Ein Guy-Ritchie-Film, Jude Law als Bösewicht «Vortigern», was deutsch ausgesprochen ein besonders lustiger Name ist.

Auch «Legend of the Sword» hätte der Auftakt einer sechsteiligen Reihe werden sollen. Da wurde scheinbar nichts draus. Der Film ist irgendwie modern, actionreich, kultig, weil er die Artus-Sage nur locker zum Anlass nimmt. Zum Teil sogar echt witzig und fast nie langweilig. Natürlich ist das hier so ein «Wir sind ne coole Gangstertruppe und der Protagonist ist ein Schönling frisch aus dem Gym und dem Barber-Shop», dennoch rockt der Film wirklich gut.

Damsel

Damsel ist eigentlich kein sooo guter Film. Aber er ist sehr fantastisch, nicht unspannend und es gewinnt ausnahmsweise mal eine Frau den ersten Preis. Und diese Frau ist auch noch Millie Bobby Brown, eine schauspielerische Wucht.

Die Story ist eine ganz fiese, was beim Publikum wirklich einhakt. Friede, Freude, Verrat. Und dann ein laaanger, langer Kampf ums Überleben. Den Film zu verpassen ist keine Untat, wenn du weisst, was ich meine. Aber immerhin war er im ersten Halbjahr 2024 der meistegesehene Film auf Netflix.

Honorable Mention

Der Film «King» mit Timothee Chalamet ist wenig Fantasy, viel Mittelalter, aber Herr Chalamet kann einfach verdammt gut schauspielen. Ausserdem wird von Fachleuten gesagt, dass, im Gegensatz zu vielen Hollywood-Action-Filmen, die Kämpfe hier authentischer choreographiert wurden.

Etwas Neues entdeckt, oder einen dieser Filme ganz anders empfunden? Dann hinterlasse doch gleich hier einen Kommentar unter «Die besten 3: Fantasyfilme».

Der Beitrag Die besten 3: Fantasyfilme erschien zuerst auf Penandpaper.blog.

  • ✇
  • Sense of Wonder im TTRPG
    Der «Sense of Wonder» ist das Staunen über Dinge. Eine Eigenschaft, die wir uns in der realen Welt erhalten und die wir im Rollenspiel trainieren können. Der Haken an der Sache ist, dass wir uns das Staunen desto mehr abtrainieren, je mehr wunderliche Dinge wir konsumieren. Wollten wir alle Zen praktizieren können, müssten wir die Fähigkeit kultivieren, Dinge beobachten, erfassen und wertschätzen zu können. Die Blume am Wegesrand, ein Grashalm, eine Wolke. Stattdessen dröhnen wir uns mit

Sense of Wonder im TTRPG

Von: Murphy
01. Juli 2026 um 14:23

Der «Sense of Wonder» ist das Staunen über Dinge. Eine Eigenschaft, die wir uns in der realen Welt erhalten und die wir im Rollenspiel trainieren können.

Der Haken an der Sache ist, dass wir uns das Staunen desto mehr abtrainieren, je mehr wunderliche Dinge wir konsumieren. Wollten wir alle Zen praktizieren können, müssten wir die Fähigkeit kultivieren, Dinge beobachten, erfassen und wertschätzen zu können. Die Blume am Wegesrand, ein Grashalm, eine Wolke. Stattdessen dröhnen wir uns mit zehnsekündigen Social-Media-Videos zu, bis wir bis Oberkante Unterlippe dopaminisiert sind. Wenn dann jemand fragt, was wir die letzte Stunde so geguckt haben, wird uns bewusst, da blieb praktisch nichts hängen. Nur Entertainment, kein Nährwert.

Deshalb geben wir uns Fantasiewelten. Wir erleben Aussergewöhnliches, Ausserweltliches in Filmen, Büchern und Rollenspielen. Je mehr wir davon konsumieren, desto abgestumpfter sind wir. Es gibt Rollenspieler, die finden EDO-Fantasy langweilig. Weil Zwerge, Elfen und Orks für sie nichts Exotisches mehr haben. Sie sind so normal geworden, wie ihr Nachbar. Darum spielen wir neuestens Orks, statt sie zu bekämpfen.

Wenn gigantische Drachen, gewaltige Armeen, Untote und Zauberei uns nicht mehr zu ängstigen oder begeistern vermögen, dann sind wir definitiv «numb». Dieser Gedanke hier wurde angestossen, als eine Rollenspielerin sich tatsächlich darüber beschwerte, dass Lovecrafts «Kindergeschichten» doch schon lange kein Horror mehr seien. (Ich hatte hier darüber geschrieben.) Und während ich verstehe, was sie meinte, liegt doch genau darin ihr Problem. Unser aller Problem. Das Problem der heutigen Medienwelt.

Was sie meinte, ist: Wir alle haben schon Aliens, Zombies, Drachen, Orks, Magie und Superkräfte gesehen, gehört und «erlebt». Nicht in der realen Welt, aber doch so lebensecht und oft, dass es bald keinen Unterschied mehr macht. Das erste Mal war aufregend. Es war etwas Unbekanntes, das zuerst verstanden werden musste. Jetzt ist es schon vertraut, also nicht mehr aufregend.

Und genau das ist doch das Krumme daran. Denk dir nicht: Ach, Zombies haben die bei «The Walking Dead» doch elf Staffeln lang zu Tausenden weggemetzelt. Ich kenn mich damit aus. Sondern denk dir: Was, wenn heute ein echter Zombie, der in der realen Welt gar nicht existieren dürfte, vor meiner Tür stünde und versuchte, sich gewaltsam Einlass zu verschaffen. Dann wäre das doch kaum auszuhalten aufregend, oder nicht?! Und das wäre nur ein einzelner Zombie. Das ist der «Sense of Wonder», das ist Horror, das ist Immersion.

Der «Sense of Wonder» ist die Fähigkeit, sich das alles lebhaft vorzustellen. Es so zu fühlen, als wäre es das erste Mal, dass man so etwas zu Gesicht bekommt oder erlebt. Denn in der realen Welt wäre es genau das. Dem Hobbit zuzuschauen, wie er durch die Orkhöhlen läuft, ist nicht mehr gruselig, noch nicht mal spannend. Sich vorzustellen, selbst durch diese Höhlen zu laufen, um sein Leben zu laufen, die Scheusale zu hören und zu riechen, das ist gruselig.

Aber nur, wenn man das auch tut. Und wer gibt schon gern zu, dass er etwas gruselig findet, dass der Gedanke ihn fertig macht, dass er vor Staunen kindlich wirkt? Fast keiner. Wir sind krass, stark, mutig, heldenhaft. Wir haben vor nichts und niemandem Angst. Auch wissen wir, dass Vampire Knoblauch nicht mögen, dass Zombies in den Kopf getroffen werden müssen und dass Fischmenschen nur 6 Lebenspunkte haben. Aber unser Rollenspielcharakter weiss das nicht. Und wir würden uns im echten Leben auch dann noch einmachen, wenn wir all das wüssten.

Also machen wir doch einen Schritt zurück. Versuchen wir nicht hart zu sein, sondern empfänglich. Staunen wir und hadern wir, anstatt «alles im Griff» zu haben. Schliesslich gibt Rollenspiel dann mehr her, wenn wir uns den «Sense of Wonder» erhalten. Staunen ist etwas Schönes. Es macht die Welt grossartiger und uns glücklicher. Kultivieren wir doch die Fähigkeit des Staunens – den Sense of Wonder.

Der Beitrag Sense of Wonder im TTRPG erschien zuerst auf Penandpaper.blog.

❌