WvT: Navistal 2
Die Gruppe kümmert sich um die Monster in den Bergen über Navis. Zum Kampagnen-Tagebuch…
Die Gruppe kümmert sich um die Monster in den Bergen über Navis. Zum Kampagnen-Tagebuch…

By M. L. Wang
Dieses Buch war unser Quartalsbuch „Frühling“ im Buchclub. Ich hatte es bereits letztes Jahr gekauft, direkt nachdem ich „The Sword of Kaigen“ von derselben Autorin gelesen hatte. Aber irgendwie kam ich bisher nicht dazu, es mir anzuhören. Nun passte es jedoch gut in meinen Leseplan.
Inhalt:
Die junge Magierin Sciona arbeitet seit 20 Jahren darauf hin, als Magierin und vor allem als Hochmagierin anerkannt zu werden. Doch als sie ihr Ziel schliesslich erreicht, entdeckt sie Geheimnisse, die ihr gesamtes Weltbild erschüttern.
Tiran, auch „Brighthaven“ genannt, ist doch nicht so hell und glanzvoll, wie sie immer geglaubt hat. Ihr unfreiwilliger Assistent Thomil besitzt dieses Wissen bereits seit zehn Jahren, seit er gemeinsam mit seiner kleinen Nichte als einer der letzten Überlebenden seines Volkes die Stadt erreicht hat. Denn sein Volk und andere Völker leiden außerhalb Tirans unter einer mysteriösen Seuche, die langsam alles Leben verschlingt. In Tiran kann er leben und seine Nichte heranwachsen sehen, doch der Preis dafür ist ihre Freiheit.

Fazit:
Das erste Drittel des Buches war wirklich anstrengend. Vor allem die unzähligen pseudowissenschaftlichen Erklärungen der Magie waren verwirrend und teilweise auch etwas langweilig. Doch dann kam der Twist.
Danach entwickelt sich die Geschichte auf sehr spannende Weise, auch wenn es für meinen Geschmack immer noch zu viele innere Monologe gab.
Generell muss ich der Autorin zu ihrer Idee für das Magiesystem und den Plot gratulieren. Beides ist hervorragend durchdacht und erzeugt ein ganz besonderes Gefühl des Mitfieberns. Auch die Charaktere sind sehr gut und vielschichtig geschrieben, wobei mir Scionas Gedankengänge stellenweise etwas zu ausführlich waren.
Dieses Buch kann ich auf jeden Fall allen empfehlen, die Interesse an starken Frauenfiguren, Gesellschaftskritik und wissenschaftlich anmutender Magie haben.
Die Gefährten werden beauftragt sich das alte Bergwerk in Navis anzuschauen. Schon auf dem Weg hinein finden sie die geflohenen Banditen – bzw. werden gefunden. Zum Kampagnen-Tagebuch…

von Susana Clarke
Unser Buch des Monats im Juni 2026 war Piranesi von Susanna Clarke. Ich habe die Annotation auf Audible gelesen und fand diese recht faszinierend. Da es ein recht kurzes Buch ist, habe ich meine aktuelle Reihe unterbrochen und Piranesi dazwischengeschoben. Und ich bereue es nicht, auch wenn ich immer noch denke: „seltsam…“
Inhalt

Ein riesiges Gebäude, in dem sich endlos Räume aneinanderreihen, verbunden durch ein Labyrinth aus Korridoren und Treppen. An den Wänden stehen Tausende Statuen, das Erdgeschoss besteht aus einem Ozean, bei Flut donnern die Wellen die Treppenhäuser hinauf. In diesem Gebäude lebt Piranesi. Er hat sein Leben der Erforschung des Hauses gewidmet. Und je weiter er sich in die Zimmerfluchten vorwagt, desto näher kommt er der Wahrheit – der Wahrheit über die Welt jenseits des Gebäudes. Und der Wahrheit über sich selbst. (Text von Audible.de)
Piranesi ist einer von nur zwei Menschen in dieser Welt. Er widmet seine Tage seinem Überleben und der Erforschung der Welt, während der „Andere“ oft scheinbar gar nicht da ist. Ganz allmählich verändert sich aber etwas.
Fazit
„Seltsam“. Das dachte ich mir nach den ersten Seiten und das dachte ich mir nach den letzten Seiten. Piranesi ist irritierend und stellt fragen, auf die nicht immer die Antworten geliefert werden. Dennoch ist es ein positives „Seltsam“, denn ich wollte jederzeit wissen, wie es weitergeht.
Interessant ist, dass der aufmerksame Leser schon viel früher als der etwas naive Piranesi so seine/ihre Theorien zum Haus entwickelt. Es ergeben sich Diskrepanzen, die nur dem Leser auffallen. Aber ich glaube, dass diese Hinweise perfekt platziert sind und gerade im richtigen Moment immer wieder dafür sorgen, dass die ganze Sache seltsam bleibt.
Denn, obwohl der Charakter Piranesi großartig geschrieben ist, ist seine geistige Welt eingeschränkt. Und auch seine physische Realität ist zwar nicht beschränkt, aber doch mit der Zeit etwas eintönig. Und genau deswegen finde ich die Platzierung von Hinweisen und Diskrepanzen so genial, denn sonst würde das Buch auf Dauer nicht fesseln.
Ich habe das deutsche Hörbuch gesprochen von Peter Lontzek gehört und war sehr zufrieden mit der Qualität. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und ich habe Piranesi seine Naivität dank der guten Leistung des Sprechers jederzeit abgenommen.
Ich kann Piranesi allen empfehlen, die gern mal was anderes, was positiv Seltsames lesen wollen ![]()