Sturmfels-Akademie
Von Torsten Weitze
Seit einiger Zeit beobachte ich die Veröffentlichungen dieser Reihe und im Herbst 2025 ist auf Audible der letzte Band der Sturmfels-Akademie „Der Turm des Wissens“ erschienen. Nachdem mir Weitzes Reihe „Der 13. Paladin“ gut gefallen hat und mir diese neue Reihe auch schon empfohlen worden ist, habe ich mir sie nun komplett angehört.
Die Reihe besteht aus 5 Büchern:
Der Turm der Bettler
Der Turm des Goldes
Der Turm der Könige
Der Turm des Blutes
Der Turm des Wissens
Inhalt

Niri ist eine Waise, die bei ihrem Onkel in einer großen Stadt lebt. Sie ist 16 Jahre alt und nur zur Hälfte menschlich. Denn ihr Vater stammt von einer anderen Spezies ab – eine Spezies, die die aktuellen Machthaber nun beinahe vollständig ausgerottet haben. So lebt die junge Frau in ständiger Angst ebenfalls – wie ihre Eltern – eines Tages am Scheiterhaufen zu verbrennen, nur wegen ihrer Abstammung.
Als ihr Onkel stirbt, gibt es für Niri nichts mehr. Durch Zufall kommt sie an eine Bettlermünze und diese erlaubt ihr den Zutritt zur Sturmfels-Akademie. Die Reise dorthin ist lang und gefährlich, doch das ist erst der Anfang aller Gefahren.
Denn in der Akademie bekommt sie für die Münze nur ein Dach über dem Kopf und eine ungenießbare Suppe und den Eleven-Umhang. Alles andere muss sie kaufen, aber dafür hat sie kein Geld – wie die meisten Bettler-Eleven. Aber es gibt eine gefährliche Möglichkeit an Geld zu kommen. Neben der Sturmfels-Akademie befindet sich der Krater, in dem die Ruinen der alten Hauptstadt Aelderheim liegen. Ein für alle außer den Eleven verbotenes Terrain. Dort hausen Monster, aber dort liegen auch Schätze in den Ruinen. Und so wagen sich die Eleven an ihren freien Tagen immer wieder hinab in den tödlichen Krater.
Auch Niri muss dort hinab. Zusammen mit einigen neu gefundenen Freunden kämpft sie sich durch den Krater. Doch auch an der Akademie ist ihr Leben nicht ungefährlich.
Die fünf Bände erzählen von den fünf Schuljahren, die Niri an der Sturmfels-Akademie verbringt. Wie sie von Turm zu Turm wechselt, wie sie ihre Feinde besiegt oder von ihren Freunden verraten wird. Auch über ihre seltsame Magie wird erzählt und darüber, dass zwei Götter ein Auge auf die junge Frau geworfen haben.
Fazit
Ich mag den Stil von Weitze. Vor allem sein Worldbuilding gefällt mir sehr gut. Ich selbst erschaffe Welten auf eine sehr ähnliche Weise. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet und die Geschichte hat einige spannende Wendungen.
Ich habe eigentlich nur zwei kleine Anmerkungen zu machen. Wie schon bei „Der 13. Paladin“ zieht sich die Geschichte manchmal ein wenig. Und manchmal ist mir die Geschichte nicht gefährlich genug. Es könnten meiner Meinung nach mehr Hauptpersonen sterben.
Günther Merlau als Sprecher für das Hörbuch hat bei allen fünf Büchern sehr gute Arbeit geleistet und die Reihe gefällt mir sehr gut. Vor allem, da es scheinbar weitergeht. Soweit ich das verstanden habe ist diese Reihe nur der erste Zyklus zu den „Streitenden Göttern“. Ich bin schon sehr gespannt auf mehr.
Die Reihe kann ich eigentlich allen, die schöne klassische Fantasy lieben, nur wärmstens empfehlen 

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